Ob Österreich, Deutschland oder Italien – Wintersport lässt sich in Europa besonders gut betreiben. Doch das Winter-Wunderland Nummer Eins ist und bleibt für viele Leute die Schweiz. Mit zahlreichen Pisten und Erholungsgebieten lockt sie jährlich viele Tausend Winterurlauber an. Hier kommen sowohl Skifahrer als auch Snowboarder besonders gut auf ihre Kosten. Doch eine Sache, die der Winter bietet, gerät oft in Vergessenheit: die Fahrt mit dem Schlitten.
Mama und Papa rodeln mit
Schnell werden bei dem Wort „Schlitten“ Kindheitserinnerungen geweckt. Warm eingepackt den knallbunten Rodel hervorholen und mit Mama oder Papa zum nächstbesten Hügel eilen. Doch Schlitten sind nicht nur was für die Kleinen. Die Schweiz bietet ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm für Schlitteninteressierte aller Altersgruppen an.
Rodeln für die ganz Harten
Adrenalinjunkies kommen vor allem beim Bobfahren auf ihre Kosten. In St. Moritz steht Urlaubern die Olympiastrecke für eine Probefahrt zur Verfügung. Im Viererbob kann man mit Tempo 135 Km/h den Eiskanal lang brettern. Mit einer Fliehkraft von etwa vier G, geht es abwechselnd durch Links- und Rechtskurven immer dem Tal entgegen. Dies ist nichts für Angsthasen. Ist der Bob einmal in Fahrt, hält ihn nichts mehr auf. Freie Fahrt fürs Adrenalin.
Auf den Hund gekommen
Etwas weniger wild, aber dennoch abenteuerlich lässt sich das Muotathal erkunden. Mit Hilfe von drei bis vier wunderschönen Huskeys, lässt sich ein Schlitten kinderleicht durch die Winterlandschaft steuern. Doch bevor es losgeht, weist einen der Musher in den richtigen Umgang mit Hund und dem Schlittengespann ein. Nach der atemberaubenden Tour gilt es erst einmal, das Hunderudel zu versorgen, bevor man sich dann selbst in der Huskeylodge verwöhnen lassen kann. Doch auch für den gemütlichen Urlauber bietet die Schweiz das passende Erholungsprogramm. Im Berner Oberland kann man sich von ein paar Freiberger Pferden durch die glitzernde Schneekulisse ziehen lassen. Warm eingepackt, lässt sich ganz entspannt dem Schnauben der der Pferde lauschen. Zum gleichmäßigen Knirschen der Kufen im Schnee döst der Ein oder Andere auch schon mal ein bisschen weg. Und wenn es ganz romantisch werden soll, kann man das Ganze mit dem Liebsten auch bei Nacht erleben.
Quelle des Fotos: Manuela Klopsch – Fotolia